Susanne Scheibler - Ewig fließen die Wasser des Nil
Die legendäre ägyptische Königin Nofretete und ihr Mann Pharao Echnaton setzen alles daran, die alten Götter Ägyptens zu stürzen.

Nofretete – Königin von Ägypten. Sie ist von sagenhafter Schönheit und ihre Macht weiß sie geschickt zu nutzen. Gemeinsam mit Pharao Echnaton will sie ein neues Reich erschaffen … und nichts wird mehr sein, wie es vorher war.
Im Zentrum des Romans „Ewig fließen die Wasser des Nil“ von Susanne Scheibler steht eines der erstaunlichsten Ereignisse der Geschichte: der Versuch von Pharao Echnaton und seiner Frau Nofretete, eine neue Religion zu erschaffen und zu verbreiten, die nur einen Gott, den Sonnengott Aton, anbetete.
In Ägypten hatte die Verehrung der Sonne eine lange Tradition und kannte viele Varianten. Seit der 12. Dynastie, also ungefähr seit 2000 v. Chr., war Amun als Schöpfer der Welt und Erschaffer des Lichts Hauptgott im Land. Häufig wurde er auch zusammen mit Re, der Verkörperung der sichtbaren Sonne, als Amun-Re verehrt. Re, der tagsüber auf einer Barke über den Himmel und nachts durch die Unterwelt fuhr, wurde an jedem neuen Morgen wiedergeboren und spendete so das Leben. Amun wirkte dagegen als „der Verborgene“, so die Übersetzung seines Namens, und war nicht sichtbar. Der Begriff „Aton“, der unter Echnaton eine alles überragende Bedeutung erlangen sollte, war zu jener Zeit nur die Bezeichnung für die physische Gestalt der Sonne, die Sonnenscheibe.
Echnaton wollte in seiner Regierungszeit, die 1364 v. Chr. begann, den Glauben an die anderen Götter des Landes ausmerzen. Die Ausschließlichkeit der Aton-Verehrung ging so weit, dass die Anhänger anderer Götter verfolgt, Tempel geschlossen und Priester entlassen wurden. Echnaton selbst, der ursprünglich Amenophis hieß, gab sich im Zuge der neuen Religion einen anderen Namen, der so viel bedeutet wie „der dem Aton nützt“. Nach einer fünf Jahre dauernden Übergangszeit hatte Echnaton, dem als Pharao die Einrichtungen des Staates zur Verfügung standen, um seinen neuen Gott zu etablieren, Ägypten auf ein neues religiöses Fundament gestellt.
Zum ersten Mal in der Geschichte wurde mit Aton nun ein einziger Gott verehrt. Dies wirkte womöglich auch außerhalb Ägyptens weiter. Oft wird der Aton-Kult mit dem Judentum in Verbindung gebracht, denn zur Zeit Echnatons weilten Hebräer als Arbeiter in Ägypten und könnten dort wichtige Elemente dieses neuen Glaubens aufgenommen und in ihre Heimat exportiert haben – wo wiederum ein anderer monotheistischer Glaube entstand.
„Ewig fließen die Wasser des Nil“ von Susanne Scheibler finden Sie in unserer Buchreihe "Bibliothek der großen historischen Romane".
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