Der junge Murdo stammt von den rauen Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands. Als ihm der Hof seiner Familie genommen werden soll, setzt er alles daran, ihn zu retten: allein macht er sich auf, seinen Vater zu finden, der sich dem Ersten Kreuzzug nach Jerusalem angeschlossen hat …

Mit seinem Buch "Der Sohn des Kreuzfahrers" entführt Stephen Lawhead den Leser in jene Jahre, in denen christliche Heere den Versuch unternahmen, Jerusalem und das Heilige Land zu erobern. Dabei spielt auch die geheimnisvolle Heilige Lanze eine Rolle – doch was hat es damit auf sich?
Am 27. November 1095 rief Papst Urban II. zum Ersten Kreuzzug auf. Tausende französische Adlige legten daraufhin einen Eid ab und nähten sich als Zeichen, für wen sie in den Kampf zogen, Stoffkreuze auf ihre Kleidung. Die einzelnen Kreuzfahrerheere brachen zu unterschiedlichen Zeiten in Westeuropa auf und vereinigten sich schließlich in Konstantinopel. Nach einem verlustreichen Zug durch das anatolische Bergland gelang bei Doryläum der erste Sieg gegen die Seldschuken, der ebenfalls viele Opfer forderte. Das Heer zog weiter, wurde jedoch vor der bedeutenden Festung von Antiochia erneut aufgehalten. Die Belagerung der Stadt zog sich über Monate hin; Hoffnungslosigkeit machte sich breit. Dann geschah etwas, was den Kreuzfahrern neuen Auftrieb gab: Ein Mönch namens Bartholomäus wollte im Traum vom heiligen Andreas erfahren haben, wo die Heilige Lanze vergraben lag. Mit dieser Lanze soll einst der Legionär Longinus den gekreuzigten Jesus Christus in die Seite gestochen haben, um festzustellen, ob er wirklich tot war. Als man an der von Bartholomäus bezeichneten Stelle grub, wurde man tatsächlich fündig. Dass bereits andere Lanzen dieser Art existierten, war nicht von Bedeutung. Die Ritter fassten neuen Mut, und schließlich gelang die Eroberung Antiochias. Das Schicksal jener Lanze, die 1098 in Antiochia gefunden wurde, ist umstritten. Im Kloster Geghardavank (Kloster der Heiligen Lanze) in Armenien befindet sich ein Exemplar, das angeblich gleich nach dem Tod Jesu Christi nach Armenien gebracht wurde – oder ebenjenes in Antiochia gefundene sein soll. Andere Berichte besagen, dass diese Lanze beim Kampf mit den Sarazenen schon im Ersten Kreuzzug verloren gegangen und ihre Spur nie mehr entdeckt worden sei.

"Der Sohn des Kreuzfahrers" von Stephen Lawhead finden Sie in unserer Buchreihe "Bibliothek der großen historischen Romane".

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