MENSCHENSKINDER
Zehn jahre lang war ich mit Leib und Seele Pflegemutter in einem Heim für Kinder und Jugendliche. An einem heißen Sommertag im Jahr 1992 arbeitete ich zusammen mit einer Wohngruppe von sechs
Zehn jahre lang war ich mit Leib und Seele Pflegemutter in einem Heim für Kinder und Jugendliche. An einem heißen Sommertag im Jahr 1992 arbeitete ich zusammen mit einer Wohngruppe von sechs Jugendlichen. Nach dem Mittagessen beschlossen wir, zur Belohnung gemeinsam schwimmen zu gehen. Alle stürmten in ihre Zimmer, um ihre Badesachen zu packen.
Kurz darauf meldete sich die kleine Diana völlig aufgelöst: ãIch kann nicht mitkommen. Mein Badeanzug ist noch nicht trocken.“
Unser sohn Martin war vier Jahre alt, als sich Folgendes zutrug: Er rührte an diesem Tag sein Essen nicht an. Als ich ihm eine andere Speise anbot, lehnte er wieder ab. Verärgert sagte ich zu ihm: ãSei doch nicht so heikel.“
ãIch bin überhaupt nicht heikel“, erwiderte er empört. ãIch esse alles, was mir schmeckt!“
Was ist ein Testament?“, wollte die sechsjährige Helene wissen. “Das ist ein Blatt Papier, auf dem steht, was du dir wünschst, bevor du stirbst“, sagte ich.
“Gut“, erklärte sie, ãdann werde ich draufschreiben, dass ich in den Himmel kommen möchte.“
Lea, meine fünfjährige Nichte, musste neulich zum Kinderarzt zum Impfen. Als ich sie kurz darauf zu Hause besuchte, erzählte sie mir davon.
ãWogegen bist du denn geimpft worden?“, fragte ich sie. Lea überlegte und sagte dann: ãIch glaube, es war gegen Süßigkeiten.“
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