Liebe Leserin, lieber Leser,
aus Anlass unseres Jubiläums hatten wir Sie gebeten, uns Ihre Erinnerungen an Reader’s Digest zu schreiben. Wir sind überwältigt! Zum einen, weil wir von der Vielzahl der Zuschriften überrascht wurden. Zum anderen, weil uns so viele Glückwünsche und aufrichtige Worte der Zuneigung erreicht haben. Dafür und für Ihre Treue zu Das Beste und Reader’s Digest möchte ich Ihnen im Namen der Redaktion und des ganzen Verlags herzlich danken.

Unglaublich viele Briefe oder E-Mails enthielten auch die erbetenen kleinen Geschichten und Anekdoten. Wir haben alle gelesen und sind oftmals zutiefst gerührt gewesen, welchen Einfluss Reader’s Digest hat und welche Anziehungskraft das Magazin seit Jahrzehnten ausübt – im besten Sinne für seine Leserinnen und Leser. Längst nicht alle, aber eine ganze Reihe unterschiedlichster Erinnerungen drucken wir (leicht gekürzt) in diesem Heft ab. Sie werden nachvollziehen können, wie schwer uns die Auswahl fiel.

Bleiben Sie uns auch in Zukunft als treue und kritische Leser gewogen!

Beste Schmuggelware
Durch eine Tante aus Westberlin, die ihre Urlaubslektüre Das Beste 1952 in Dresden zurückließ, lernte ich die Zeitschrift kennen – es war eine Rarität in der DDR. 1956 besuchte ich meinen späteren Mann in Düsseldorf und nahm natürlich zehn Hefte von Das Beste mit nach Dresden. Es war nicht erlaubt, aber unter der Kleidung im Gepäcknetz der Eisenbahn kam es über die innerdeutsche Grenze. Meine Eltern, die eine Bäckerei in Dresden hatten, verliehen die Hefte an Kunden – so lange, bis sie vollkommen zerlesen und verschlissen waren.

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