Sophie Kinsella – Kennen wir uns nicht?
Lexi Smart wacht eines Morgens in einem neuen Leben auf: reich, schön, glücklich verheiratet und beruflich erfolgreich. Was ist geschehen?

Nach einem harmlosen Unfall erwacht Lexi Smart im Krankenhaus – und kann sich an die letzten drei Jahre ihres Lebens nicht mehr erinnern. Zu ihrer Verblüffung erkennt sie sich selbst kaum wieder: aus ihr, der kleinen Angestellten, ist offenbar eine schicke Karrierefrau geworden mit Chefposten, Mercedes, edler Designerwohnung und attraktivem, reichem Ehemann. Lexi versteht die Welt nicht mehr. Und dann platzt zu alledem der sympathische Jon in ihr Leben, der ihre Verwirrung noch steigert …
„Sophie Kinsella ist die Königin der romantischen Komödie“, jubelt die New York Post, ihre Bücher landen regelmäßig weltweit auf den Top-Plätzen der Bestsellerlisten, einer ihrer Erfolgsromane, „Die Schnäppchenjägerin“, wurde unter dem Titel „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“ in New York verfilmt. In den Reader’s Digest Auswahlbüchern erscheint nun ihre hinreißende Komödie „Kennen wir uns nicht?“. Reader’s Digest sprach mit der Autorin.
Die Autorin im Interview
Reader’s Digest: Können Sie uns ein wenig über sich erzählen?
Sophie Kinsella: Ich bin in London geboren und habe in Oxford am New College angefangen, Musik zu studieren, bin aber nach einem Jahr auf Politikwissenschaft, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften umgestiegen und habe nach nur zwei Jahren Studium einen Abschluss machen dürfen. Danach habe ich als Lehrerin und als Journalistin für Finanzthemen gearbeitet.
RD: Wann wurde Ihr erstes Buch veröffentlicht?
SK: Da war ich 24. Es hieß „Die Tennisparty“ und erschien unter meinem wirklichen Namen Madeleine Wickham.
RD: Sieben Bücher haben Sie als Madeleine Wickham verfasst, dann haben Sie „Die Schnäppchenjägerin“ und die in der Folgezeit erschienenen Bände der „Shopaholic“-Reihe unter einem neuen Autorennamen, „Sophie Kinsella“ , veröffentlicht. Warum?
SK: Als mir die Idee für „Die Schnäppchenjägerin“ kam, war es, als wäre plötzlich ein Schalter umgelegt worden. Auf einmal wurde mir klar, dass ich eigentlich am liebsten humorvolle Romane schreiben wollte. Ohne ein Deckmäntelchen, ohne irgendein seriös erscheinendes Drumherum, einfach pure Unterhaltung. In dem Moment, als ich mich dazu entschloss und mich kopfüber in dieses neue Genre stürzte, kam es mir so vor, als würde ich mein allererstes Buch schreiben – es war ein echter Befreiungsschlag. Ich wollte, dass „Die Schnäppchenjägerin“ unter einem Pseudonym erschien, damit das Buch völlig losgelöst von meinen bisherigen Romanen beurteilt würde. Mir war klar, dass mein Verlag zunächst sehr skeptisch reagieren würde, das war ja ganz anders als alles, was ich vorher geschrieben hatte. Also überlegte ich mir: „Ich lege ihnen den fertigen Roman unter einem neuen Autorennamen vor. Entweder es gefällt ihnen dann oder nicht.“
RD: Wie lange brauchen Sie für ein Buch?
SK: Insgesamt etwa neun Monate. Das läuft in zwei Phasen ab: Die erste ist die „Coffeeshop“-Phase, da sitze ich im Café, mache mir Notizen und entwerfe die Handlung. Das dauert ein paar Wochen. Dann erst beginne ich zu schreiben, in meinem Zimmer im ersten Stock, bei extrem lauter Musik. Die wirkt wie ein Schutzwall, sie schirmt mich von der Außenwelt ab und hilft mir, mich zu konzentrieren.
RD: Wie kam Ihnen die Idee zu „Kennen wir uns nicht“?
SK: Ich habe mir überlegt: Wie wäre es, wenn ich aufwachen würde und alles in meinem Leben wäre perfekt? Den meisten von uns wird das natürlich nie passieren … Außerdem finde ich, das Erinnerungsvermögen ist ein spannendes Thema, daher habe ich mir überlegt, die Geschichte aus dem Blickwinkel einer Frau zu erzählen, die ihr Gedächtnis verloren hat.
RD: Wie bekommen Sie es hin, gleichzeitig erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter dreier noch ziemlich junger Söhne zu sein?
SK: Ich habe ziemliches Glück. Henry, mein Mann, hilft mir sehr, und Mum auch. Meinen Beruf, die Kinder und den Haushalt könnte ich allein nicht bewältigen, da würde ich verrückt werden. Ich kenne meine Stärken: Geschichten ausdenken und schreiben. Ich bin nicht so gut darin, Schulbriefe unterschrieben zurückzuschicken. Glücklicherweise ist Henry da richtig klasse.
„Kennen wir uns nicht?“ ist einer von vier spannenden, unterhaltsamen und berührenden Titeln im aktuellen Band unserer Buchreihe „Reader’s Digest Auswahlbücher“.
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